Funkstreifenwagen mit neuen Anhaltesignalen ausgerüstet

Funkstreifenwagen in der Polizeiinspektion Verden/Osterholz werden mit neuen Anhaltesignalen
und schrillem Signalton ausgerüstet


Bisher waren alle Streifenwagen mit Blaulicht und Martinshorn, sowie einer optischen
Lichtschrift auf dem Dach ausgerüstet.
Seit Anfang November können die Beamten in der Polizeiinspektion Verden/Osterholz bei Anhaltekontrollen
im Straßenverkehr auf ein weiteres optisches Anhaltesignal (rotes Blinklicht) und
ein zusätzliches akustisches Anhaltehorn zurückgreifen - „Yelp" ist der Name des
schrillen Signaltons.
Möglich wurde diese technische Umrüstung der Polizeiautos nach einer Änderung der
Straßenverkehrszulassungsordnung zum 01. August 2013.
In der Vergangenheit kam es beim Anhalten von Kraftfahrzeugen im fließenden Verkehr
unter Nutzung des altbekannten roten Lichtschriftzuges „Stop Polizei" und einer situationsabhängigen
Verwendung des Blaulichtes und/oder des Martinshorns immer wieder zu Problemen.
Die zu kontrollierenden Fahrzeugführer haben oftmals diese Zeichen nicht wahrgenommen
oder wussten nicht, ob sie anhalten sollen oder das Polizeifahrzeug nur vorbeifahren
will.
Um zukünftig für jedermann eine unmissverständliche Unterscheidung zwischen einer polizeilichen
Einsatzfahrt und der Durchführung einer Verkehrskontrolle zu ermöglichen, wurden
nun die neuen Anhaltesignale eingeführt.
Die Verkehrsteilnehmer können sich also darauf einstellen, dass eine polizeiliche Kontrolle
im fließenden Verkehr demnächst in den folgenden Schritten angekündigt wird:
Zunächst leuchtet auf dem Dach des Streifenwagens die rote Lichtschrift „Stop Polizei",
die der Fahrzeugführer im Rückspiegel sehen kann. Wenn darauf keine Reaktion erfolgt,
können die Beamten ein rotes Blinklicht schalten. Wenn auch dies nicht zum gewünschten
Erfolg führt, wird das neue - schrill klingende - Anhaltehorn (YELP) ertönen und den zu
kontrollierenden Fahrer auch akustisch auf die Polizei bzw. die anstehende Kontrolle aufmerksam
machen.
Für die Polizeibeamten hatte das Missachten der alten Anhaltesignale oft zur Folge, dass
sie die Fahrzeugführer durch Überholmanöver auf die gewünschte Kontrolle hinweisen
mussten. Der Leiter der Polizeiinspektion Verden/Osterholz Kriminaldirektor Uwe Jordan
sieht deshalb noch einen weiteren Vorteil in der neuen Ausstattung: „Für unsere Kolleginnen
und Kollegen bedeutet das Anhalten durch Hinterherfahren eine enorme Steigerung
der Eigensicherung, da das Fahrzeug und die Insassen ständig im Auge behalten werden
können!"
Die Polizeiinspektion Verden/Osterholz möchte allen Verkehrsteilnehmern noch ein paar
Tipps geben, was sie zu einer sicher Durchführung einer Verkehrskontrolle beitragen können:
Wenn Sie einen hinter sich einen Funkstreifenwagen bemerken, der das Anhaltesignal
und/oder den schrillen Signalton geschaltet hat, fahren Sie am besten an den rechten
Fahrbahnrand und halten an. Dies sollte nicht abrupt, sondern unter der Beachtung des
nachfolgenden Verkehrs und möglichst an einer geeigneten Stelle geschehen.
Dann sollte möglichst der Motor abgestellt werden, das Fahrerfenster geöffnet und in der
Dunkelheit die Innenraumbeleuchtung eingeschaltet werden. Wenn der Fahrer dann mit
den Händen auf dem Lenkrad auf den kontrollierenden Beamten wartet und erst nach Aufforderung
im Handschuhfach oder der Handtasche kramt, können Missverständnisse vermieden
werden.
Es werden nicht alle Funkstreifenwagen der Inspektion zeitgleich umgerüstet werden, da
zum Beispiel bei älteren Modellen darauf verzichtet wird.
Obgleich der Zeit- und Kostenaufwand bei den neueren Streifenwagen sehr gering ist, da
die Polizei Niedersachsen bereits seit 2009 nur noch solche Modelle beschafft, in denen
die neuen Anhaltesignale bereits vorgerüstet sind. Zur Aktivierung ist nun lediglich ein
Software-Update notwendig.
Abschließend betonte Kriminaldirektor Jordan, dass es sich bei der Neuerung lediglich um
eine Verbesserung der Anhaltemöglichkeiten geht. „Wenn die Polizei auf dem Weg zu einem
eiligen Einsatz ist, werden wir auch zukünftig ausschließlich mit Blaulicht und Martinshorn
darauf hinweisen."

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