Fake Shops

Erkennen von Fake Shops


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1. Welche Gefahren ergeben sich für Internetnutzer, wenn sie auf der Internetseite eines

Fake Shops landen?

In erster Linie besteht die Gefahr, betrogen zu werden, indem man für eine bestellte Ware Geld überweist, diese aber nie geliefert wird. Zudem gelangen die Täter an die persönlichen Daten, die der Käufer durch eine Registrierung auf der Internetseite hinterlegt, wie Name, Wohnort und die Bankverbindung. Diese Daten können für zukünftige Straftaten missbraucht werden.

a. Könnten Trojaner oder andere Schadsoftware auf dem PC oder Smartphone installiert werden?

Das ist denkbar, indem der Nutzer auf einen Internetlink des Fakeshops klickt, der zu einer Schadsoftware führen könnte. Erfahrungsgemäß haben es die Täter aber hauptsächlich auf das Geld abgesehen. Schadsoftware wird in der Regel per E-Mail verbreitet, in denen zum Anklicken eines Internetlinks aufgefordert wird. Die Täter geben sich dabei meistens für eine Bank oder Behörde aus und tun so, als würden sie Daten abgleichen müssen oder locken mit falschen Gewinnversprechen.

2. Woran erkennt man Fake Shops?

Wenn die Internetseite nicht auf „.de“ endet, in schlechtem deutsch geschrieben ist, das Impressum fehlt und nur eine einzige Zahlungsmöglichkeit per Überweisung auf ein ausländisches Konto angeboten wird, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um einen Fake-Shop handelt. Enorme Rabatte und im Vergleich zu seriösen Händlern viel geringere Preise sprechen ebenfalls dafür.

Oft kann durch Internetrecherchen vorher festgestellt werden, dass Personen bereits durch einen Fake-Shops betrogen worden sind.

Professionelle Betrüger können einen Fake Shop jedoch sehr seriös wirken lassen und verwenden teilweise deutsche Internetseiten und Bankkonten. .

Hier noch zwei Internetseiten, deren Besuch dringend empfohlen wird.

Deutschland sicher im Netz

Fallen und Fakes im Blick

Insbesondere der zweite Link ist empfehlenswert. Der Betreiber aus Österreich führt eine Liste aktueller Fake Shops, die bereits bekannt sind bzw. mit denen es Probleme gibt.

3. Was sollten Nutzer tun, wenn sie auf einen Fake Shop stoßen?

Hilfreiche Informationen stellt das Landeskriminalamt im Internet zur Verfügung:

LKA Niedersachsen - Fake Shops

„Ich haben eine möglichen Fakeshop gefunden, bin aber nicht geschädigt

Wenn ich lediglich der Meinung bin, einen Fakeshop gefunden zu haben, dann gibt es derzeit nur geringe Möglichkeiten, dagegen vorzugehen. Bei denic, der Vergabestelle für DE-Domains, finden Sie folgende Informationen:

www.denic.de/aktuelles/informationen-zu-fake-shops/

Denic und die übrigen Vergabestellen für Domains sind lediglich der "Weiterleiter" eines Domain-Namens zum jeweiligen Provider, bei dem die Webseite gehostet, also betrieben wird. Dieser Provider geht in der Regel davon aus, dass eine Webseite legal betrieben wird. Sind z.B. Betrüger unterwegs, so möchte dies der Provider natürlich auch nicht bei sich im Kundenstamm haben. Die Provider bieten die Möglichkeit über einen sogenannten "Abuse Contact" den Provider über einen Missbrauch zu informieren. Im folgenden Bild sehen Sie die Möglichkeit, bei Denic für DE-Domains an diese Abuse-Adresse (in der Regel eine Mailadresse des aktuell zuständigen Providers) zu gelangen.

Strafrechtlich kann die Polizei gegen die Betreiber eines Fakeshops nicht vorgehen, wenn keine Anzeige eines Geschädigten (z.B. nach Kauf und Nichtlieferung eines Artikels) vorliegt.“

4. Wie laufen Ihre Ermittlungen in solchen Fällen ab?

Da die Internetseiten entweder auf fiktiven oder fremden Personalien von Unbeteiligten registriert sind, ist der wichtigste Ansatz der Zahlungsempfänger. Jedoch handelt es sich meistens um ausländische Konten, wodurch dahingehende Ermittlungen nur durch langwierige Rechtshilfeersuchen möglich sind, wenn der betroffene Staat überhaupt eine Zusammenarbeit anbietet. Wenn der tatsächliche Kontoinhaber festgestellt wird, handelt es sich oft um einen Finanzagenten, der von den Tätern beauftragt wurde, das Geld auf andere Konten weiterzuleiten.


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